Kreuzritterorden
 


Deutscher Orden
 
Deutscher Orden
 
Ordensburgen  

 

Kreuzritterorden (oder geistliche Ritterorden) waren während der Kreuzzüge (12. bis 13. Jahrhundert) entstandene, kirchliche Gemeinschaften, deren Mitglieder sowohl Mönchsgelübde ablegten als auch den bewaffneten Kampf für den christlichen Glauben verrichteten. Ihre Hauptaufgaben waren der Schutz von Pilgern, die Krankenpflege und die Verteidigung der heiligen Stätten im Heiligen Land.

Die drei größten und bekanntesten Orden dieser Zeit waren:

Templerorden (Arme Ritter Christi und des Tempels von Salomon)

Geschichte: Um 1119 in Jerusalem gegründet, entwickelten sie sich durch ein ausgeklügeltes Finanzsystem zu einer der mächtigsten Organisationen im Mittelalter.

Verbleib: Der Orden wurde 1312 vom Papst aufgelöst. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich bis heute um ihr plötzliches Ende.

Johanniterorden / Malteserorden (Ritter vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem)

Geschichte: Entstanden aus einer Hospitalbruderschaft in Jerusalem, wurden sie nach dem Verlust des Heiligen Landes zu einer bedeutenden Seemacht (u.a. auf Malta).

Verbleib: Der Orden existiert bis heute als international tätige Hilfsorganisation fort.

Deutscher Orden (Orden der Brüder des Deutschen Hauses St. Mariens in Jerusalem)

Geschichte: Um 1190 während des Dritten Kreuzzugs gegründet. Nach dem Ende der Kreuzzüge verlagerte der Orden seinen Schwerpunkt nach Osteuropa, wo er einen eigenen mächtigen Ordensstaat errichtete.

Verbleib: Der Deutsche Orden besteht heute als geistlicher Orden weiter, dessen Fokus vor allem auf Seelsorge, caritativen Aufgaben und der Betreuung historischer Archive liegt.

Weitere bedeutende Orden aus der Epoche der Kreuzzüge sind zudem der Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem (der auch heute noch als päpstlicher Ritterorden besteht) sowie der Lazarus-Orden.

 

Die Eisenfaust am Lanzenschaft,
die Zügel in der Linken.
So sprengt des Reiches Ritterschaft
und ihre Schwerter blinken.

 Das Balkenkreuz, das schwarze fliegt,
voran auf weißem Grunde.
Verloren zwar doch unbesiegt,
so klinkt uns seine Kunde.

 Es flattert hell im Morgenwind
und grüßt der Grenzenlande.
Grüßt die, die unsre Brüder sind,
trotz Schmach und Not und Schande.

 Es fliegt voraus im Ritterkleid
und mahnet, uns zum Streiten.
Für die verlor‘ne Herrlichkeit,
drum Wimpel flieg, wir reiten.

 Willy Nufer